Zurück nach Kanada
1997 waren wir zum ersten Mal in Kanada. Ein Land, das uns damals schon nachhaltig beeindruckt hat. In diesem Jahr ging es endlich wieder dorthin – nach 27 Jahren. Dieses Mal wollten wir es etwas ruhiger angehen lassen: weniger Strecke, mehr Zeit an einzelnen Orten.
Statt jeden Tag viele Kilometer zu fahren, wollten wir bewusst entschleunigen und die Landschaft intensiver erleben. Eine Wohnmobilreise durch Westkanada schien dafür genau das Richtige zu sein.
Von Calgary nach Vancouver
CANUSA empfahl uns eine One-Way-Tour von Calgary nach Vancouver. So konnten wir die ersten Tage in den Rocky Mountains verbringen und mussten am Ende nicht wieder zum Ausgangspunkt zurückfahren. Das sparte nicht nur Zeit, sondern auch einige eher „pflichthafte“ Fahrtage.
Nach unserer ersten Nacht in Kanada und einem kräftigen Frühstück – Omelette mit Speck und Kartoffeln – ging es mit dem Uber zum Wohnmobilvermieter Canadream.
Wohnmobil, Walmart und die erste Fahrt
Dort übernahmen wir unser Wohnmobil und machten uns direkt an die erste wichtige Aufgabe: einkaufen. Unser Navi führte uns zum nächsten Walmart, wo wir alles zusammenpackten, was man für die ersten Tage so braucht – Nutella, „German Salami“, Brot, Butter, Käse, Wäscheklammern, Duck Tape und ein paar andere Dinge, die sich unterwegs als nützlich erweisen sollten.
Anschließend wollten wir noch tanken. Das funktioniert in Kanada etwas anders als bei uns: Man bezahlt direkt an der Zapfsäule und die Schläuche sind wesentlich kürzer, so dass man unmittelbar vor dem Tankstutzen parken musste. Nach dem zweiten Versuch hatten wir es dann auch verstanden – und endlich ging es auf dem Highway Richtung Banff.

Ankommen in Banff
Da wir eine frühe Abholzeit gebucht hatten, kamen wir schon relativ früh auf dem Campingplatz Tunnel Mountain II an (Stellplatz B3). Zum ersten Mal hieß es also: Wohnmobil wohnbereit machen. Strom anschließen, Slide-Outs ausfahren – und nach kurzer Zeit fühlte sich alles erstaunlich routiniert an.
Danach blieb sogar noch Zeit für einen ersten kurzen Spaziergang rund um den Campingplatz. Dabei begegneten uns auch gleich die ersten Tiere – ein schöner Einstieg in unsere Zeit in den Rocky Mountains.
Bow River
Unsere erste kleine Wanderung führte uns entspannt am Bow River entlang. Perfekt, um anzukommen und sich an Landschaft und Umgebung zu gewöhnen:
Tour am Bow River auf Komoot
Sulphur Mountain
Am zweiten Tag stand mit dem Sulphur Mountain eine deutlich anspruchsvollere Tour auf dem Programm. Der Aufstieg war anstrengender als gedacht, aber die Ausblicke auf Banff und die umliegenden Berge machten jede Pause lohnenswert.
Interessant war, dass wir diese Tour bereits 1997 gemacht hatten.
Sulphur Mountain auf Komoot
Icefields Parkway Richtung Jasper
Von Banff aus ging es über den Icefields Parkway Richtung Jasper. Eine Strecke, bei der man eigentlich ständig anhalten möchte. Wir legten unter anderem Stopps am Lake Louise, am Peyto Lake und an der Morant’s Curve ein.
Bei einem dieser Halte sahen wir zufällig einen der endlosen Güterzüge, die wir bis dahin nur gehört hatten. Die Züge sind beeindruckend lang – Internetrecherchen ergaben später, dass sie nicht selten 2,5 bis 3 Kilometer messen.

Jasper Nationalpark
In Jasper besuchten wir einige der bekannten Highlights wie den Medicine Lake, den Maligne Lake und die Athabasca Falls. Trotz ihrer Bekanntheit sind diese Orte absolut sehenswert.
Leider konnten wir auch die Folgen der vielen Feuer im Jahr 2024 sehen. Bei unserer ersten Reise waren wir auf demselben Campingplatz. Damals waren die Stellplätze unter Bäumen. Die Feuer haben auch den Platz komplett zerstört.
Zum Abschluss unserer Zeit in der Region machten wir noch eine sehr schöne Wanderung am Pyramid Lake – ruhig, landschaftlich großartig und ein perfekter Ausklang:
Pyramid Lake Runde auf Komoot














































