Kanada 2025 – Die Städte Victoria & Vancouver

Victoria zu Fuß entdecken

Am Tag nach unserer Ankunft auf dem Campingplatz ging es mit dem Bus nach Victoria. Die Kanadier haben dabei ein interessantes Ritual: Beim Einsteigen begrüßen sich Fahrgast und Fahrer, beim Aussteigen bedankt sich der Fahrgast noch einmal.

In Victoria angekommen, hatten wir die Wahl, entweder direkt in die Innenstadt zu gehen oder zunächst an der Hafenseite entlangzulaufen.

Wir entschieden uns für die Hafenseite in Richtung Fisherman’s Wharf und liefen – wie so oft – deutlich weiter als geplant. Leider hatten wir nichts zu essen dabei, da wir davon ausgingen, unterwegs jederzeit etwas kaufen zu können. Das stimmte allerdings nur bedingt, zumindest dort, wo wir schließlich unterwegs waren.

Zunächst kamen wir am Empress Hotel und am Gebäude der Legislative Assembly of British Columbia vorbei.

Im Hafen gab es außerdem einen Wasserflugzeug-Service. Diese Flugzeuge sollten uns ein paar Tage später noch häufiger begegnen.

Schließlich erreichten wir Fisherman’s Wharf mit seinen vielen liebevoll gestalteten Hausbooten. Danach ging es weiter am Wasser entlang Richtung Westen bis zum Kreuzfahrt-Terminal.

Direkt neben einem der Kreuzfahrtschiffe befand sich ein Helikopter-Service, und wir konnten sogar einen Start aus nächster Nähe miterleben.

Am Ende unserer Runde landeten wir im Beacon Hill Park. Von dort hatten wir einen tollen Blick auf die Bucht und begegneten einigen frei laufenden Pfauen.

Zurück durch die Stadt

Auf dem Rückweg gingen wir durch die Innenstadt, weiterhin auf der Suche nach etwas Essbarem. Dabei kamen wir auch durch weniger schöne Ecken von Victoria.

Schließlich besorgten wir uns zwei Pizzastücke, die wir am Hafen aßen. Kulinarisch kein Highlight, aber der Ausblick machte einiges wett.

Bei der Suche nach der Bushaltestelle stießen wir noch auf die Fan Tan Alley – eine extrem schmale Gasse mit chinesischen Geschäften. An der engsten Stelle misst sie gerade einmal 0,9 Meter.

Nach insgesamt rund 13 Kilometern Fußmarsch stiegen wir schließlich wieder in den Bus zurück zum Campingplatz.

Begegnungen auf dem Campingplatz

Am Abend gab es auf dem Campingplatz noch einen Feuerwehreinsatz – vermutlich ein Fehlalarm. Für uns ergab sich dadurch jedoch die Gelegenheit, eines der wirklich beeindruckenden Feuerwehrautos aus nächster Nähe zu sehen.

Wir fragten einen der Feuerwehrmänner, ob wir Fotos machen dürften, und er schaltete sogar extra für uns die Beleuchtung ein.

Feuerwehrauto in Victoria

Später kamen wir noch mit einem anderen Camper ins Gespräch. Es stellte sich heraus, dass er in den 1980er-Jahren mit seinen Eltern aus Plön nach Kanada ausgewandert war. Außerdem stellten wir fest, dass wir nicht die einzigen aus Ostdeutschland auf dem Platz waren – nur ein paar Stellplätze weiter stand ein Wohnmobil mit OD-Kennzeichen.

Abschied von Vancouver Island

Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen von Vancouver Island. Von Victoria aus nahmen wir die Fähre zurück nach Vancouver – ein Schiff „Made in Germany“.

Da wir noch etwas Zeit hatten, bevor wir auf dem nächsten Campingplatz einchecken konnten, besuchten wir eine große Shopping Mall. Dort ließen wir uns dazu verleiten, noch ein paar Kleidungsstücke zu kaufen.

Die Mall war so groß, dass es sogar elektrische Fahrzeuge für Kinder gab. Wir aßen noch etwas an einem asiatischen Imbiss und suchten anschließend unser Wohnmobil auf dem riesigen Parkplatz – was gar nicht so einfach war.

Letzte Nacht im Wohnmobil

Die Fahrt zum Burnaby Cariboo RV Park über die Hauptstraßen der Stadt war eine echte Herausforderung. Teilweise nutzten wir bewusst zwei Fahrspuren, um nicht Gefahr zu laufen, mit den Außenspiegeln an Baustellenschildern oder Brückenpfeilern hängen zu bleiben.

Den Abend verbrachten wir mit Packen und einem kurzen Spaziergang in der Umgebung. Zum Glück lagen die sanitären Anlagen nicht weit entfernt, denn am Abend setzte stärkerer Regen ein.

Offenbar stand unser Wohnmobil leicht schräg nach vorne. Jedenfalls hatten wir am nächsten Morgen im hinteren Bereich Wasser, das durch die Dichtungen des Slide-Outs eingedrungen war. Unterhalb des Betts war alles sehr feucht.

Zum Glück mussten wir uns darum nicht weiter kümmern, da die Rückgabe des Wohnmobils anstand.

Rückgabe des Wohnmobils und Vancouver ohne Womo

Die Rückgabe verlief völlig problemlos. Anschließend buchten wir ein Uber, das uns zum Best Western Plus Sands brachte. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens dauerte die Fahrt deutlich länger als erwartet, aber im Hotel konnten wir direkt einchecken.

Da wir nun noch den gesamten Nachmittag zur Verfügung hatten, holten wir uns in einer kleinen Bäckerei die vermutlich besten Sandwiches von ganz Vancouver.

Danach wollten wir noch ein Stück an der Stanley Park Sea Wall entlanglaufen und an der Nordspitze des Parks zurück zum Hotel gehen. Allerdings stellten wir fest, dass es von dort keine Möglichkeit gab, direkt wieder in den Park zu gelangen.

So umrundeten wir schließlich den gesamten Stanley Park und kehrten erst nach insgesamt 10,3 Kilometern wieder ins Hotel zurück.

Am Abend ergab sich dann noch die Gelegenheit, einige schöne Aufnahmen vom Sonnenuntergang und der „blauen Stunde“ zu machen.

Der letzte Tag in Vancouver

Am letzten Urlaubstag machten wir uns zu Fuß auf zum Sightseeing in Vancouver. Zuvor besorgten wir uns bei unserem Lieblingsbäcker noch etwas Süßes für unterwegs.

Zunächst ging es in den Hafen. Dort trafen wir erneut auf die Wasserflugzeuge, die wir bereits aus Victoria kannten. Hier konnten wir Starts und Landungen aus nächster Nähe beobachten.

Am Canada Place boten sich schöne Blicke auf den Hafen und die Skyline der Stadt.

Anschließend ging es weiter zur Steam Clock und zu den Totempfählen im Stanley Park.

Abreise und Rückblick

Dann war der Abreisetag gekommen, und wir machten uns mit einem Uber auf den Weg zum Flughafen von Vancouver.

Unsere Route im Überblick

14.09. – Ankunft in Calgary (Airport Sandman Hotel Calgary)
15.09. – Übernahme Wohnmobil und Fahrt nach Banff (Tunnel Mountain Village II)
18.09. – Fahrt nach Jasper (Whistlers Campground)
21.09. – Fahrt nach Blue River (Blue River Campground & RV Park)
22.09. – Fahrt nach Heffley Lake (Lakeside Heffley Hideaway)
24.09. – Fahrt nach Hope (Coquihalla Campground)
25.09. – Fähre nach Vancouver Island (Cedar Springs Ranch)
26.09. – Fahrt nach Whiskey Creek (Whiskey Creek Campground)
29.09. – Fahrt nach Victoria (Fort Victoria RV Park)
01.10. – Fähre nach Vancouver (Burnaby Cariboo RV Park)
02.10. – Abgabe Wohnmobil in Vancouver
05.10. – Rückflug ab Vancouver

Insgesamt legten wir 2111 Kilometer zurück.
Der durchschnittliche Verbrauch lag bei etwa 25 Litern pro 100 Kilometer.
Der durchschnittliche Benzinpreis betrug 1,43 CAD pro Liter (umgerechnet ca. 0,89 €).

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